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Wilhelm Müller, Paderborn
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Der schiefe Turm von Pisa Ursprünglich sollte der schiefe Turm von Pisa ein freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom werden. Sein Grundstein wurde 1173 gelegt, doch schon wenige Jahre nach Baubeginn - die drei unteren Stockwerke waren fertig - hatte sich der Turm wegen des weichen sandigen Untergrundes in eine gefährliche Schräglage geneigt. Die Bauarbeiten ruhten in den folgenden 100 Jahren. Um die Schieflage auszugleichen, wurden die weiteren vier Stockwerke schräg gebaut. Nach einer langen Unterbrechung war 1372 endlich auch der Glockenturm fertig. Der Turm ist 55 m hoch und wiegt fast 15.000 Tonnen. Er neigte sich jährlich um 1 mm. 1990 hatte der Turm eine Schräglage von fast 5 Metern erreicht, so dass er für 12 Jahre für Besucher gesperrt werden musste. In dieser Zeit der Sanierung konnte man seine Schräglage um 35 cm verringern. Stahlkabel, in Italien nennt man sie spöttisch "Hosenträger", verhindern jetzt, dass der Turm sich wieder erneut zur Seite neigt. Seit Ende 2001 ist der Turm wieder für die jährlich 10 Millionen Besucher geöffnet. |