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Wassily Kandinsky und seine abstrakten Bilder
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Der russische Maler Wassily
Kandinsky (1866 – 1944), der viele Jahre in Deutschland gelebt und
gearbeitet hat, malte 1910 das erste abstrakte Gemälde der Welt. Bis
zu dieser Zeit hatten die Maler auf ihren Leinwänden und Papieren
immer nur reale Gegenstände gezeichnet oder gemalt, also z. B. Menschen,
Tiere oder Landschaften immer so abgebildet, dass man sie gut erkennen
konnte. Kandinsky orientierte sich jedoch mit seiner abstrakten Kunst,
man kann auch sagen mit seiner gegenstandslosen Kunst, nicht mehr an dem,
was er tatsächlich sah. Er verwendete stattdessen geometrische Formen,
wie z. B. Rechtecke, Quadrate, Dreiecke, Kreise und Linien, mit denen
er spielerisch umging und die er zu spannenden Bild-Kompositionen zusammenstellte.
So entstanden Bilder, die den einen vielleicht an den unendlichen Weltraum
erinnern, den anderen aber von einer faszinierenden Unterwasserwelt träumen
lassen.
Und genau das wollte der Künstler Kandinsky erreichen! Er wollte, dass sich jeder einzelne Betrachter bei seinen abstrakten Bildern seine eigenen Gedanken über ihren Inhalt machte. Aber ihm reichte es auch schon, wenn sich ein Betrachter allein von den Formen und Farben begeistern ließ oder das Bild einfach nur schön fand.
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