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Robert Delaunay (1885
– 1941)
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Robert Delaunay wurde
am 12. April 1885 in Paris geboren. Mit siebzehn Jahren brach er seine
Schulausbildung an einer Oberschule ab, um eine Lehre als Bühnenmaler
zu beginnen. Seine ersten Bilder von 1903 bis 1905 waren noch im gefälligen
impressionistischen Stil gemalt, den er aber mehr und mehr zugunsten einer
kräftigeren und flächigeren Farbigkeit aufgab. 1909 schloss er
sich den Malern Pablo Picasso und George Braque an und malte wie sie seine
ersten kubistischen Bilder. Die Maler des Kubismus versuchten, einen Gegenstand
ohne Rücksicht auf die Perspektive in mehreren Ansichten, also von
oben, von unten, von vorn, von hinten und von der Seite zu erfassen und
auf einer Bildfläche darzustellen. Dabei wurde der Gegenstand in verschiedene
facettenartige Teile zerlegt und in eine neue Gesamtform gebracht. Zum
Lieblingsmotiv Delaunays wurde in dieser kubistischen Phase der Pariser
Eiffelturm, den er in vielen Variationen malte. Der Eiffelturm, vom französischen
Architekten Gustave Eiffel für die Weltausstellung 1889 und das hundertjährige
Jubiläum der Französischen Revolution erbaut, war damals mit
329 m Höhe das höchste Bauwerk der Welt und wurde als technisches
Wunderwerk bezeichnet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es aber noch
weitere neue technische Erfindungen und Meisterleistungen, die den Maler
Delaunay begeisterten und die er auf die Leinwand bannte. Ein Beispiel
dafür ist sein Gemälde „Hommage à Blériot“, das
heißt „Verehrung für Blériot“. In diesem Bild von 1914
kann man den Eiffelturm und einen alten Doppeldecker erkennen. Es ist das
Flugzeug des französischen Ingenieurs und Luftfahrtpioniers Louis
Blériot, der am 25. Juli 1909 als erster Mensch den Ärmelkanal
überflogen hatte. Und wenn Robert Delaunay, der im Jahr 1941
in Montpellier gestorben ist, heute noch lebte, würde er sich sicherlich
für die Weltraumforschung begeistern und vielleicht fliegende Untertassen,
Mondlandefahrzeuge und Weltraumstationen malen.
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