Pieter Bruegel
der Ältere
(1525 – 1569)
Der Turmbau zu Babel, 1563,
Öl auf Holz, 114 x
155 cm,
Kunsthistorisches Museum,
Wien
Mit der Erzählung
vom Turmbau zu Babel wird in der Bibel die Schöpfungsgeschichte (Genesis
11, 1 - 9)) abgeschlossen. König Nimrod, ein Urenkel Noahs, soll den
Bau dieses mächtigen Turms befohlen haben. Nimrod ist im Vordergrund
links zu erkennen. Unterwürfige Steinmetze werfen sich vor ihm auf
die Knie. Das riesige Bauwerk ist im Sinne der biblischen Überlieferung
ein Symbol für die menschliche Überheblichkeit, ein Gebäude
zu errichten, das "bis in den Himmel" ragte - eine Gotteslästerung,
die bestraft werden musste.
Der Turm wurde zerstört
und Gott ließ von diesem Zeitpunkt an alle Menschen in verschiedenen
Sprachen sprechen.
Im christlichen Glaubensverständnis
wurde die göttliche Bestrafung durch das in der Apostelgeschichte
beschriebene Pfingstwunder (Apg. 2) wieder aufgehoben:"Und sie wurden
alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in
andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
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